Digitales Kino
Dem Fortschritt schon immer recht aufgeschlossen, wurde das Aibvision Filmtheater zwischen Juli und Oktober 2008 erstmals mit digitalen Projektionsanlagen nach dem DCI-Standard ausgestattet und gehörte damit lange Zeit zu den Vorreitern mit der neuen Technik - gerade auch im Hinblick auf die bereits damals durchgeführte vollständige Umrüstung aller vier Säle. Im September 2012 erfolgte in Kino 1 & 2 ein Austausch auf die neueste Gerätegeneration mit dem höchsten Qualitätslevel, den die digitale Kinonorm derzeit zu bieten hat.
Wie funktioniert das Ganze?
Geliefert werden diese Filme bisher auf Festplatte mit Datengrößen von etwa 150-250 GByte je Film. Diese sogenannten DigitalCinemaPackages (DCPs) werden je Saal auf die Kinoserver geladen, welche unter anderem für die jeweilige Vorstellungszusammenstellung zuständig sind. Aufgrund der enormen Datenmengen, die für 4K-Auflösung oder höhere Bildraten notwendig sind, wird Bild und Ton aber mittlerweile häufig erst direkt im Projektor von einem “integrated Media Block”erzeugt, wofür noch die jeweiligen Freigabeschlüssel des Verleihs benötigt werden, um die Daten zu dechiffrieren. Der Ton liegt als völlig unkomprimierter PCM-Ton vor und geht üblicherweise in 5.1 oder Dolby Surround 7.1-Konfiguration an den Tonprozessor weiter. Für die Bildprojektion (in 2K oder 4K) sind bei uns Projektoren zuständig, die mit der DLP-Cinema-Technik von Texas Instruments arbeiten und von den Herstellern Kinoton und Christie sind. Diese Projektoren sind gemäß den DCI-Spezifikationen installiert und eingemessen und können dementsprechend die im Kino gegebenen Anforderungen an Kontrast, Farbtreue oder vor allem die großen Lichtleistungen erfüllen. Im Vergleich zum Film ergeben sich durch den Wegfall der Mechanik einige Vorteile. Zum Beispiel absolute Bildruhe ohne störendes Zittern oder scharfe Bilder bis zum letzten Bildpunkt, da keine Filmwölbungen oder Abnutzung an der Filmführung auftreten können. Es gibt keine durch den chemischen Entwicklungsprozeß verursachten Farbsprünge zwischen einzelnen Filmrollen und zu guter Letzt auch keine Verschmutzung oder gar Beschädigung des Filmmaterials. Das Resultat ist ein brillantes Bild und glasklarer Ton - und dies bei jeder einzelnen Vorstellung wie bei der Premiere.
Interessante Links zum Thema:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Cinema_Initiative
- http://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_Kino
- http://www.dlp.com/cinema/default.aspx
- http://www.christiedigital.com/AMEN/EntertainmentSolutions/
- http://www.xdcinema.com/
Und zu DOLBY DIGITAL 3D:

